Freitag, 22. Mai 2015

Mein Leben mit dem Besonderen #17 Pläne werden gemacht, um verändert zu werden

Hallo ihr Lieben!
Mein Name ist Christine. Ich bin 35 Jahre alt und Mutter zweier toller Kinder. Ein paar von euch kennen mich von hier. Nebenbei bin ich auch noch Hausfrau, Seelsorger, Shuttle-Dienst, Familienkoordinator und noch ganz viel anderes. Ach ja, Student bin ich auch und studiere Soziale Arbeit….aaaaahhhh ich höre euch schon…oje, ein Sozialpädagoge. Hör mir doch mit denen auf, die  machen ja den ganzen Tag nix anderes, wie doofe Sozpäd-Spielchen spielen,  Blümchen pflücken und in der Sonne die Gänseblümchen bezüglich ihres Problems befragen.  Ich kann euch eines sagen: Das ist ein VORURTEIL, aber darauf möchte ich nun nicht weiter eingehen. Worauf ich eigentlich hinaus will ist das Vorurteil. Ein Vorurteil hier, ein Vorurteil da….Wir finden überall Vorurteile. Noch eines, das ich absolut nicht haltbar finde, ist: Wenn du ein Kind mit Down Syndrom hast wirst du nieeeee wieder glücklich sein. Du wirst nie wieder lächeln, die Sonne wird nie wieder für dich scheinen. Dein Leben wird ab der Geburt (d)eines Kindes mit Trisomie 21 nur noch grau und Wolken verhangen sein. Ich kann aus Erfahrung schöpfen und sagen, dass das absolut nicht stimmt. 
Ach ja, das hab ich euch bis jetzt ja noch gar nicht verraten. Mein Leben hat auch etwas Besonderes. Es ist nämlich mein Leben, ein Leben, das ich mir nicht besser und glücklicher und sonniger vorstellen könnte. Ich habe ein Kind mit Trisomie 21. Meine kleine Lady. Sie ist es, die mir den Weg zu einem glücklichen und zufriedenen Leben zeigte. 
Aber von Anfang an. Vor gut 10 Jahren hat mein Sohn das Licht der Welt entdeckt. Ein toller Moment. Und ich eine unglaublich glückliche Mami. Ich hätte die ganze Welt umarmen können. Mein Sohn, mein ganzer Stolz. Es war einfach pure Liebe (Ist es heute noch <3 nbsp="">Nach ein bisschen Zeit zu Zweit (der Papa war ja schließlich Arbeiten) fiel mir zu Hause dann die Decke auf den Kopf. Ich wollte wieder Arbeiten, auch um den Anschluß in dieser schnelllebigen Zeit nicht zu verlieren. Was in meinem Beruf sehr schnell gehen konnte. Ich war Design Engineer in der Automobil-Industrie. Erfolgreiche Frau in einer Männerdomäne. Dachte dieser Leistungsdruck und Stress etc., das wäre mein Leben. Mein erfülltes, glückliches und tolles Leben. Eine Mami, die Kind und Karriere unter einen Hut bringt und den Männern die Stirn bietet. Toll nicht?
Vor gut 6 Jahren sollte unser Glück dann perfekt werden. Ein zweites Kind. Ein zweites perfektes Kind. Ein Geschwisterchen für den Bub.  Also, brav ein zweites Kind bekommen, versuchen den Anforderungen der Gesellschaft zu genügen und die geforderte Leistung zu bringen. So war mein Plan. 
Hihi…Pläne werden bekanntlich gemacht um verändert zu werden.
Die Lady kam nämlich mit einem kleinen Extra zur Welt. Ihr Bauplan hat sich überlegt ein bisschen von der „Norm“ abzuweichen und sich ein winzig kleines 21. Chromosömchen extra zuzulegen. Das bedeutet, die Lady hat eine Trisomie 21 und ist somit ein Kind mit Down Syndrom. Ein Kind, das den Ansprüchen dieser Gesellschaft nicht gerecht wird. Ein Kind, das einfach nicht hier hin passt, weil es seinen eigenen Kopf hat, Dinge in seiner Geschwindigkeit lernt und sich schon mal gar nicht in irgendeine Schiene pressen lässt. Ein Kind, das einfach ehrlich ist und bestimmt keinem nach dem Mund redet. Ein Kind, das jeden so nimmt wie er ist. Ein Kind das sagt, wenn es genervt ist, wenn es etwas nicht will, genauso wenn es glücklich und zufrieden ist. 

Und hier kommt die Erkenntnis meines Lebens ins Spiel. Die kleine Lady hat uns, und damit meine ich meine Familie im Ganzen, gezeigt, sich nicht für andere verbiegen zu müssen. Sagen zu dürfen, wenn man etwas sch…ße findet, und auch den Mumm zu haben, dass man sagt, was man gut findet, was einen glücklich macht auch wenn dies nicht der gesellschaftlichen „Norm“ entspricht. Man darf also so sein wie man ist. Ist das nicht schön? Ich muss nicht erst Schauspieler werden, denn so wie ich bin bin ich gut! Wir, unsere ganze Familie, durfte eine besondere Seite im Leben kennenlernen, eine Seite, die uns mehr zusammengeschweißt hat als alles andere es hätte tun können. Eine besondere Seite, die wir vier nun schon seit einiger Zeit leben. Und  doch ist sie kaum anders. Termine, die wahrgenommen werden wollen. Bockphasen, die einen aus dem Gleichgewicht bringen. Grenzaustestungen, einfach wie bei jedem anderen Kind. Es ist alles mit dabei, manchmal etwas ausdauernder, aber nicht weniger anstrengend oder schön.  Wertschätzung, Akzeptanz und Liebe für das Gegenüber, ohne Vorurteil,  machen mein Leben zu etwas BESONDEREM. 

Donnerstag, 21. Mai 2015


Das dritte Kind...

... wird dann vielleicht ein Mops. Nicht.
Eigentlich sollte das zweite Kind ja bereits ein Mops werden. Aber es wurde ein Löwe... und den möchte ich auch gegen keinen Mops der Welt eintauschen.
Das letzte Mal als ich mir eine LoreLADY genäht habe, war ich hochschwanger mit dem kleinen Sonnenschein-Bruder. Klaus nannten wir ihn bis zur Geburt. Den richtigen Namen verrieten wir erst nach seiner Geburt.

Vor ein paar Tagen habe ich mir nach fast drei Jahren wieder eine LoreLADY genäht und um die Frage vorweg zu greifen - nein, ich bin NICHT schwanger. Und auch kein Mops ist in Anmarsch. Leider...

... hatte ich ganz vergessen, dass ich bei meiner letzten LoreLADY schon Schwierigkeiten hatte die Oberweite auszufüllen und auch, obwohl ich das Kleid bereits zwei Größen kleiner genäht habe, musste ich mit einem Super-Push Up BH zwei Körbchengrößen dazu mogeln.

Das Kleid mag ich trotzdem sehr... Herr Sonnenschein findet es... na ja, seine Worte dafür waren nicht besonders umschmeichelnd.
Am Wochenende war eine meiner besten Freundinnen zu Besuch, selbst noch kinderlos und zunehmend mit der lästigen Fragerei konfrontiert, wann sie denn mal mit der Familienplanung beginnt. Ich sagte ihr "Und wenn das erste Kind einmal da ist, kommt die indiskrete Frage nach dem zweiten... aber danach hört die Fragerei auf. Dann haste Ruhe."

Wieso eigentlich bleibt die Frage nach dem dritten Kind aus? Ist das heutzutage so abwegig?
Oder denken die Leute - die haben doch schon genug mit zwei Kindern zu tun. Vielleicht signalisieren wir das auch einfach nach außen, wirken jetzt schon restlos überfordert. Und möglicher Weise wissen auch alle, dass wir unsere Familienplanung bereits ziemlich entschieden abgeschlossen haben. Z-i-e-m-l-i-c-h
Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, dass nicht auch ich mal meine schwachen Momente habe.
So stressig manche Phasen doch sind, explizit natürlich die beiden, in denen wir uns derzeit gleichzeitig befinden. Doch wenn ich an die Babyzeiten dieser kleinen, energiegeladenen, dickköpfigen Monster denke, dann kommen mir nur die vielen wunderschönen Momente in Erinnerung und dieser wundervolle Geruch nach Baby... und das, obwohl ich eigentlich gar keinen Geruchssinn besitze... aber den Babygeruch meiner Kinder werde ich niemals vergessen.
Und sie können ja auch richtig sonnenscheinig sein, meine Kinder. Dann ertappe ich mich dabei wie ich sie verliebt beim Spielen beobachte. Beide Kinder auf ihre eigene Art und Weise ein kleines Wunderwerk. Und ist es nicht egoistisch zu sagen - mehr davon möchte ich nicht!
Wie wäre das wohl, ein drittes Kind? Noch einmal ein kleines Menschlein mit seiner individuellen Persönlichkeit... ein Mix aus Mama, Papa und ganz viel Wunder.
Aber wenn ich mir das so vorstelle - umhüllt von einer rosa Plüschwolke, während ich meine beiden Kinder versunken fixiere, werde ich meistens ziemlich schnell wieder aus meinem kleinen Tagtraum gerissen, weil meine Kinder sich wieder mal lautstark und heftig streiten.... um einen Stift... oder einen Duplo-Stein... Wie sollte das denn werden, wenn wir drei von diesen dickköpfigen Raketen-Kindern rumspringen hätten?? Wir hätten ja auch überhaupt keinen Platz für ein drittes Kind! Weder in der Wohnung, noch im Auto und schon gar nicht in unserem Bett, in dem sich ohnehin schon meistens zwei Menschlein zu viel quer legen. Noch ein Fuß nachts im Gesicht? Geht gar nicht! Und die Babyzeit... schlaflose Nächte, Milchstau. Bin ich doch so froh, dass ich mittlerweile meistens die Nacht durchschlafen darf und meine Brüste nicht mehr als Nahrungsmittel dienen.

Aber die Natur hat das schon geschickt eingerichtet... ich erinnere mich nicht mehr an die Intensität der Schmerzen während der Geburten und habe vor allem die Geburt vom kleinen Bruder in sehr schöner Erinnerung. Und auch die Erinnerung an schlaflose Nächte ist völlig verblasst. Irgendwie bleibt am Ende nur die Erinnerung an die wirklich schönen Momente. Verlockend.


Glücklicherweise stehen meinen Mamahormonen und den Erinnerungen an glücksseligen Momenten ein Haufen Trotz und Situationen entgegen, in denen ich sogar das eine oder andere Mal an meinen Qualifikationen als Mutter gezweifelt habe.

Die Trotzphase ist schon ein ziemlich effizientes Verhütungsmittel. Der Pearl-Index variiert von Trotzexemplar zu Trotzexemplar leider sehr, so dass es leider doch eher als unsicher eingestuft wird. Im Hause Sonnenschein müssen wir uns aber um die Zuverlässigkeit der Verhütungsmittel keine weiteren Sorgen machen.

Vielleicht bekomme ich Herrn Sonnenschein ja doch mal zum fünften Familienmitglied überredet... irgendwann mal... vierbeinig... grunzend.
Lightflowers Mirror und Lightflowers Ornamental, so heißen die beiden neuen Baumwollstoffe die Verena Münstermann für lillestoff entworfen hat. Ich wusste bei den Stoffen sofort, dass ich eine LoreLady daraus nähen möchte, denn der Stoff ist wie gemacht dafür.

Das war mein heutiger RUMS-Beitrag. Noch mehr davon findet Ihr an gewohnter Stelle.



Montag, 18. Mai 2015


Stück für Stück nähern wir uns dem Ziel

Schule... Euch hängt das Thema bestimmt schon bald zu den Ohren... oder Augen raus... beschäftigt hier aber gerade sehr.

Da schreibe ich in meinem vorletzten Post von dem riesen Stein, der mir vom Herzen gefallen ist und vor lauter Ausschweifen vergesse ich doch glatt zu schreiben wieso überhaupt.

Ist Euch gar nicht aufgefallen? Na, Ihr seid mir ja tolle Leser... ja, das seid Ihr zweifelsohne.
Letzten Mittwoch hatte der Sonnenschein ihre Begutachtung im Rahmen des AO-SF Verfahrens. Ein sehr wichtiger Schritt in dem ganzen Schuldschungel. Dieses Verfahren mussten wir einleiten, um den erhöhten Förderbedarf vom Sonnenschein feststellen zu lassen.
Es reicht nämlich nicht, dass man einen dicken Ordner voll mit Untersuchungsergebnissen, Gutachten und was sich in den letzten sechs Jahren noch so angehäuft hat, vorweisen kann. Das Schulamt will all das alles noch einmal neu.

Zum Glück sind wir in den letzten Jahren immer gut betreut gewesen, sonst hätten wir uns mit all den Dingen rund um die Schulsuche wahrscheinlich total überworfen. Es war und ist schon so sehr nervenaufreibend. So haben wir von diesem AO-SF Verfahren gehört, das wir fristgereicht einleiten müssen... aber da hat uns die Schule unterstützt. Wir haben vorsorglich eine große Untersuchungsreihe im SPZ gemacht mit Intelligenztest und allem pipapo, so dass dem Sonnenschein in dem ganzen Prozedere ein paar Testungen und Untersuchungen erspart blieben. Auch unsere Kita und Therapeuten haben uns in den letzten Wochen und Monaten unterstützt wo sie nur konnten. Auch ihnen ist der Sonnenschein und ihr weiterer schulische Weg eine Herzensangelegenheit.


Weitere Details zu dem ganzen Verfahren möchte ich hier nicht erörtern, nur so viel, dass der Sonnenschein die Begutachtung vorbildlich gemeistert hat und sich "ihren Lehrern" von ihrer besten Seite gezeigt hat. Und auch wenn die Lehrer sich alle Mühe gegeben haben es nicht so aussehen zu lassen, erzählte mir der Sonnenschein später, dass die Lehrer mit ihr einen "Schultest" gemacht haben.

Im Moment löst das Thema Schule so viele unterschiedlichste Gefühle in mir aus. Auf der einen Seite ist da jede Menge Erleichterung, weil das AO-SF Verfahren bald endlich abgeschlossen ist und auch der Antrag auf eine Schulbegleitung hoffentlich abgeschlossen (und genehmigt... hoffentlich!) ist. Dieses Warten und in der Luft hängen, keine fixen Pläne machen zu können, das ist überhaupt nichts für mich.

Und auf der anderen Seite... macht mich das Thema Schule nervös. Mein Baby kommt in die Schule, raus aus dem behüteten Leben, mehr und mehr auf sich allein gestellt. Und immer wieder die Frage "ist der inklusive Weg wirklich der richtige?"...  Meistens kann ich diese Frage ganz klar mit "ja!" beantworten und meine Sorgen und Bedenken zur Seite schieben. Aber abhängen tut eben alles davon, ob wir einen Schulbegleiter finden... Ihr könnt bei diesem Krimi also live in erster Reihe dabei sein... es bleibt spannend.

Stoff: 70's White Klover bekommt Ihr ab Samstag bei Lillestoff 
Schnitt: ein etwas abgewandeltes Shirt nach Minikrea 50220


Sonntag, 17. Mai 2015

Vatertags-Burgertour 2015

Herr Sonnenschein war am Vatertag stilecht mit seinen Kumpels unterwegs. Aber nicht dass jetzt in Euren Köpfen Bilder von Bollerwagen voll mit klirrenden Bierflaschen aufkommen. Bitte einmal streichen.

In diesem Jahr stand die zweite Vatertags-Burgertour an und fünf Väter trafen sich vormittags um den ganzen Tag nichts anderes zu machen als Kölns Burgerläden auf den Prüfstand zu stellen. Diese Väter sind außerdem knallharte Experten auf dem Gebiet und die Herausforderung in diesem Jahr bestand darin jeweils einen Burgerladen zu benennen, den noch keiner der fünf kannte.

Damit schränkte sich nicht nur die Auswahl stark ein, sondern die Top-Favoriten wie die "Fette Kuh" oder "The Bird" fielen aus dem Rennen raus.

Beim ersten Testessen am Vatertag 2014 war der Gewinner der Runde das "Feuersteins".

1. Anlaufstelle war "The Grill"

Ergebnis: wunderschöne Location und Lage mit Sonnenterrasse, aber der Burger konnte die fünf leider nicht überzeugen...

2. Anlaufstelle war der "HornOchse"

Ergebnis: sehr schönes, neu eröffnetes Restaurant, mit einem sehr guten Burger, lediglich das Tomatenrelish irritierte ein wenig den Grundgeschmack des Burgers...

3. Anlaufstelle war der Titelverteidiger aus dem Vorjahr das "Feuersteins"

Ergebnis: leckerer Burger, aber die Burgerfrikadelle ist zu stark gewürzt, um mit den Konkurrenten mithalten zu können. Brötchen und Beläge ansonsten Top...

4. Anlaufstelle war "Erkan's Burger House"

Ergebnis: den Laden kann man gar nicht beschreiben, so klein ist der. Der Burger war sehr gut. Das Fleisch war zwar auch leicht gewürzt, aber nicht so dominant...

5. Anlaufstelle war "Burger Bud" 

Ergebnis: der Burger wurde sicherlich am liebevollsten zubereitet, aber sehr Mayonnaise-lastig und geschmacklich einem Big Mac sehr ähnlich...


Der Gewinner der Vatertagstour war in diesem Jahr der "HornOchse".

Die Männer hatten einen tollen Tag und sprechen jetzt schon davon, dass sie im nächsten Jahr eine Champions-League machen wollen. Dann kommen nur die Lieblings-Burgerläden in das Ranking der Burgertour.

Und bestimmt werden wir hier berichten.

Samstag, 16. Mai 2015


Wenn nur alle Entscheidungen so einfach wären...

Wer vor wenigen Tagen ganz genau hingehört hat, dem ist vielleicht um die Mittagszeit ein lautes, undefinierbares Geräusch aufgefallen. Das war ein Stein... direkt von meinem Herzen... plumps!

Wieso? Weshalb? Warum? Dafür muss ich dann wieder ein bisschen weiter ausholen.

Also... Schule, kein leichtes Thema für uns. Okay, sicherlich für die meisten nicht, immerhin eine wichtige Entscheidung im Leben. Eine Entscheidung, die man zum Wohl seines Kindes treffen muss.
Ich bin auf einem Dorf aufgewachsen. Da stellte sich die Frage nach der geeigneten Schule nicht. Es gab nur die eine. Zudem gab es damals auch noch nicht die freie Schulwahl in dem Sinne, wie heute.

Wir hatten bei unserer Suche zwar anfangs eine sehr große Auswahl an Schulen. Der Kreis minimierte sich aber sehr schnell mit bestimmten Faktoren, die eine Rolle spielen - vor allem das Down-Syndrom und dann die Wohnortnähe. Sicher war für uns, dass wir dem Sonnenschein eine lange Busstrecke ersparen wollten. Nicht zuletzt, weil sie auf längeren Strecken gerne mal einschläft und sich nicht gerade von ihrer Sonnenseite zeigt, wenn sie wieder wach ist.

Wir haben eine Schule gefunden, die inklusiv beschult, deren Konzept uns gut gefällt und auf der wir uns den Sonnenschein gut vorstellen können... vorausgesetzt - wir bekommen einen Schulbegleiter. Ich hab ja schon mal geschrieben, dass es gar nicht so einfach ist jemanden zu finden. Alleine schon der Antrag ist eine kleine Herausforderung, der ich mich zwar gerne stelle, denn es ist ja für mein Kind... nervenaufreibend ist es aber dennoch... und immer noch nicht abgeschlossen.

Wir wissen also Stand heute noch gar nicht, ob und für wie viele Stunden die Woche uns ein Schulbegleiter genehmigt wird... und dann, ob wir im Anschluss den auch jemanden finden. Jemand, der die nötige Empathie hat und jemand, der sich tagtäglich den Eigenwilligkeiten des Sonnenscheins stellt. Jemand, der sie nicht nur durch den Schulalltag begleitet, sondern auch motiviert, mit ihr die Erfolgserlebnisse teilt und sie bei Niederlagen (die kommen werden) auffängt und weiter motiviert.
Dazu bedarf es keine fachliche Ausbildung, sondern einfach nur die richtige Einstellung.

Der Antrag ist gestellt und nach einem Schulbegleiter halten wir bereits seit Anfang des Jahres Ausschau. Fündig geworden sind wir allerdings noch nicht.

Diese ganze Ungewissheit ist gar nix für mich. Zum Glück gab es eine Sache, um die wir uns keine großen Sorgen und Gedanken machen mussten. Denn schon vor über einem Jahr stand fest, dass der Sonnenschein für den Start in die Schulwahl einen ergobag bekommen wird.

Über die Vorzüge des ergobag Schulranzens berichtete ich bereits hier. Neben den ergonomischen Pluspunkten und der umweltfreundlichen Produktion, war ich natürlich ziemlich begeistert von den Klettis und nicht zuletzt von der Möglichkeit diese selbst zu gestalten.

Der Sonnenschein möchte heute einen Schulranzen mit Doc Mc Stuffins haben, morgen sollen aber vielleicht Ballerinas oder Pferde ihren Schulranzen schmücken oder irgendeine Boyband (ich stelle gerade erschrocken fest, dass ich gar nicht weiß, ob es überhaupt noch Boybands gibt und wenn ja, wie die angesagten Bands denn gerade heißen... ).

Eigentlich wollte ich einen ergobag Rucksack für den Sonnenschein haben. Der ist nicht so wuchtig wie viele Schulränzen (oder heißt der im Plural auch Ranzen?) und gefiel mir sehr gut.

Der Sonnenschein und ich schauten uns vorab schon mal die Modelle auf der Homepage von ergobag an und es stand ziemlich schnell fest, dass das Modell, das bei uns einziehen wird, Rhababär heißt.
Vor einigen Wochen waren wir dann zu Besuch bei ergobag und dem ziemlich coolen Team von ergobag und lieferten den Beweis, dass Kinder die besten Produkttester sind.
Die Auswahl an Schultaschen reichte nicht, es musste in jede Tasche rein geschaut werden...
... aber wir suchen ja nicht nach einer neuen Kitatasche, oder?
Neu im Sortiment von ergobag ist der Cubo, der zwar immer noch die Ergonomie des Schulrucksacks hat, aber dennoch ein Schulranzen ist. Obwohl dieses Modell ein kleines bisschen wuchtiger ist, als sein Schulrucksack-Kollege, entschieden wir uns letztendlich für den Cubo, da er mir im Ganzen etwas rubuster erschien und für den Sonnenschein alltagstauglicher...

 ... jede Tasche wurde genauestens inspiziert, jedes Mäppchen geöffnet und auf Vollständigkeit geprüft...




 ... und die KLETTIS...
 ... damit hatte der Sonnenschein natürlich einen riesen Spaß und war fleißig damit beschäftigt alle Klettis zu vertauschen...

 ... wir üben das Öffnen und Schließen des ergobags...
 ... ist aber wirklich kinderleicht...


Hier seht Ihr den Sonnenschein mit dem ergoback Rucksack. Das Design vom Cubo ist aber bis auf die Klettis fast identisch. Leider haben wir vom Sonnenschein am Ende keine Bilder mehr machen können, da sie von der ganzen Aufregung anschließend ziemlich durch den Wind war.

Das ergobag Team war aber sehr geduldig mit uns und auch ich habe den Satch einmal Probegetragen, um ein Gefühl für die ergobag Modelle zu bekommen...
... und das Löwenkind einen ergolino mit Dinosauriern...

... den fanden wir schon alle ziemlich cool, aber brauchen wir wirklich eine vierte Kitatasche?
Es gibt tatsächlich eine kleine Stimme in mir, die schreit "Unbedingt!".

Vielen Dank an das ergobag-Team, das sich so viel Zeit für uns genommen hat und wirklich sehr geduldig mit unseren zwei quirligen Wirbelwinden war.

Wie der Cubo sich im Praxistest bewährt und welche Schule er in wenigen Monaten mit dem Sonnenschein letztendlich besuchen darf, das erfahrt Ihr dann hier, wenn Ihr wollt.